Vorgezogenes Feuerwerk

Formationstanzsport: Das 1. TSZ Nienburg begeistert 600 Zuschauer

Von Arne Reis – Nienburg. Spätestens, als es aus den Boxen “Let´s celebrate good times” hallte und sich der Auftritt der Lateintänzer des 1. TSZ Nienburg dem Ende näherte, hatte sich das Publikum endgültig von der neuen Choreografie “Move” anstecken lassen. Schwungvoll und mitreißend präsentierte sich die A-Formation von Trainer Rainer Bormann eine Woche vor dem Start in die 2. Bundesliga den gut 600 Zuschauer in der prall gefüllten Meerbachhalle.

Auch für das in der Landesliga startende C-Team war das offene Training eine gelungene Generalprobe.

Nach dem Aufstieg in die zweithöchste Klasse sind vor allem bei der A-Formation die Ansprüche gestiegen. Die neue Musik, für 14 000 Euro in München produziert, bestach Jung und Alt durch ihren hohen Wiedererkennungswert mit vielen Stücken aus den 70er und 80er Jahren. Besonderes Augenmerk lag jedoch auf der frisch einstudierten Choreografie “Move”: Hier mussten die acht Paare um Kapitän Pascal Küttner ihr ganzes tänzerisches Können auf-bieten. “Die Highlights wie Pirouetten und Roundabouts sind von der Schwierigkeit auf Erstliganiveau”, erklärte Bormann. Das wurde deutlich, als im zweiten Durchgang eine Tänzerin bei einer besonders anspruchsvollen Figur ausrutschte. Bormann zeigte sich dennoch sehr zufrieden mit seinem Team: “Der Auftritt war sehr intensiv, das tolle Publikum hat uns eine Generalprobe unter Wettkampfbe-dingungen ermöglicht.” Auch die Leistung der jungen C-Formation, die Ende Januar ihr erstes Landesliga-Turnier bestreitet, bewertete er als “vielversprechend”.

Das Feuerwerk aus Samba, Rumba & Co. wurde sogar weltmeisterlich unterstützt. Neben dem Nienburger Lorenz Illing, 2006 mit dem Grün-Gold-Club Bremen Weltmeister im Formationstanz, war auch Sybilla Becker, die Schneiderin der Bremer Champions, in der Meerbachhalle vertreten. Sie kümmert sich in dieser Woche um die letzten Details an den Kleidern, damit sich die A-Formation des 1. TSZ Nienburg am kommenden Sonnabend beim Saisonauftakt im schwäbischen Backnang im besten Licht zeigen kann.

DIE HARKE 30.12.2007

Choreografie "Move" bringt mehr Tempo

Formationstanzsport: 1. TSZ Nienburg präsentiert sich

Von Matthias Brosch – Nienburg. Eine voll besetzte Meerbachhalle erwartet das 1. TSZ Nienburg am Sonnabend, wenn sich zwei der drei Lateintanzformationen im Rahmen eines offenen Trainings vorstellen werden. Das A-Team um Kapitän Pascal Küttner präsentiert eine Woche vor dem Start in die 2. Bundesliga erstmals die neue Musik und Choreografie “Move”.

Die C-Mannschaft um Esther Kloth, die in der Landesliga beheimatet ist, feiert größtenteils ihre Premiere mit “Latino del Mundo”. Einlass ist um 19.30 Uhr, Beginn gegen 20 Uhr.

“Beide Formationen werden höchstwahrscheinlich zwei Durchgänge tanzen. Das benötigen die Zuschauer auch, denn vor allem das Programm des A-Teams muss erst einmal verarbeitet werden”, verspricht Nienburgs Vorsitzender und Haupttrainer Rainer Bormann unterhaltsame Stunden.

Beim Neu-Zweitligisten aus Nienburg, der aus neun Paaren besteht, hat sich personell kaum etwas getan. 80 Prozent der Frauen und Männer schafften im Mai den Aufstieg, den bisher größten Erfolg des 1. TSZ. Während das Personal nach dem Generationswechsel des Vorjahres also unverändert blieb, wird die Choreografie und das Outfit ausgetauscht: Nach drei Jahren “Crazy in Latin” geht es mit “Move” weiter. Bormann: “Vor allem die Damen sind noch mehr gefordert, sie kommen kaum noch zur Ruhe.” Waren es vorher vier bis sechs Schritte pro Taktschlag, können es jetzt bis zu acht sein.

Mehr Bewegung, mehr Tempo und mehr Schwierigkeiten in den Figuren. “Move” wurde wieder unter der Federführung des Bremer Tanzsportlehrers Roberto Albanese entwickelt. Die neue Musik produzierte das 1. TSZ in München, um die Kosten zu reduzieren wurde dabei mit der niederländischen Formation “Dance East” kooperiert. Bei dem Mix aus Funk, Pop und Soul wurde auf den Wiedererkennungswert geachtet. “Wir gehen damit ein Risiko ein, aber nach dem ersten Hören fanden es alle sehr mitreißend”, berichtet Bormann. Die Farben der Kleidung seien ebenso gewagt: türkis-pink bestimmt die Fläche.

Viele Tänzer des C-Teams haben am Sonnabend den ersten Auftritt vor einem großen Publikum. Das Gros der Mannschaft gründete sich ursprünglich beim TKW Nienburg, ehe es kurz nach Estorf ging, um schließlich beim 1. TSZ zu landen. Als Trainer sind Pascal Küttner und Anh Duc Nguyen nun in der Verantwortung.

Einzelpaar des 1. TSZ im Einsatz

Landesmeisterschaften der Lateintänzer\par12Nienburg (DH). Am Sonnabend richtet das 1. TSZ Nienburg die Landesmeisterschaft im Lateintanz der Senioren III D, C und B im Nienburger “Weserschlößchen” aus. Das Einzelpaar-Turnier beginnt um 13 Uhr.

Um 17.30 Uhr starten die Hauptgruppen B und A. In der Gruppe B ist das TSZ-Paar Anh Duc Nguyen und Natascha Bolte vertreten.

Die beiden Lokalmatadoren tanzen seit Ende 2004 zusammen und wurden bereits ein Jahr später Landesmeister in der Hauptgruppe C. Zudem stiegen sie in die Gruppe B auf, in der sie 2005 Vize-Landesmeister wurden. 2006 belegten Nguyen/Bolte beim “Blauen Band der Spree” in Berlin Platz fünf unter 100 Paaren. Beim drittgrößten Turnier in Deutschland waren sie 2006 und 2007 das beste norddeutsche Paar in ihrer Klasse.

DIE HARKE 14.09.2007

"Sie haben die Halle erleuchtet"

Lateintanz: Formation des 1. TSZ Nienburg steigt in die 2. Bundesliga auf

Oberhausen (bro). Im 15. Jahr seines Bestehens feiert das 1. TSZ Nienburg den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte: Die Lateintanzformation um Kapitän Pascal Küttner, die in ihrer Regionalliga-Staffel knapp geschlagen Vizemeister wurde, rückt erstmals in die 2. Bundesliga auf! In Oberhausen gewann das Team überraschend das Aufstiegsturnier der Bereiche Nord, West und Süd. Mit Wunderkerzen und einem eigens einstudierten Lied wurden die Nienburger nach ihrem Triumph von den Fans in der Heimat empfangen – hinter ihnen lag eine knapp vierstündige Busfahrt, die sicherlich nötig war, um das Erreichte erst einmal zu realisieren.

Trainer Rainer Bormann war nach einer kurzen Nacht noch sehr ergriffen von der Leistung und den Feierlichkeiten und gestand im HARKE-Gespräch. “Die fünf Minuten zwischen unserem Tanz und der Bekanntgabe der Wertungen waren die längsten meines Lebens.” Nachdem der Nord-Rivale aus Bremerhaven im Finale zwei Einsen einheimste, hakte Bormann die Sache innerlich bereits ab. Erst nachdem die Noten für Sinsheim und Limburg verkündet waren, beendete der entstehende Jubel die aufkommende Enttäuschung. Und tatsächlich: Vier Einsen und drei Zweien bedeuteten den Sieg!

Dank an Schlachtenbummler

“Ein großer Dank gilt unseren Schlachtenbummlern, die eine Stimmung wie bei einem Heimauftritt entfachten. Auch die Sponsoren und Helfer kann ich nicht oft genug loben”, resümierte Bormann; der 60-köpfige Anhang habe sich unter den 900 Zuschauern deutlich abgehoben. Dass die Mannschaft schon einen Tag zuvor angereist war und in Oberhausen übernachtete, erwies sich ebenso als klarer Vorteil. “Wir waren ausgeruht und nicht so nervös.” Im Vorjahr blieb das 1. TSZ als Fünfter des Aufstiegsturniers noch hinter seinen Zielen zurück, damals war die eigene Anspannung ein Hemmnis.

An diesem Wochenende wurde der Auftritt zur Choreografie “Crazy in Latin” von zwei Schrecksekunden begleitet: In der Vorrunde rutschte zunächst Tina Kunde bei einer Highlight-Figur aus. Im Finale geriet Anh Duc Nguyen kurz aus dem Gleichgewicht. “Beide lösten die Situation sehr routiniert und souverän, sodass es kaum auffiel”, berichtete Bormann, der ansonsten keine verwertbaren Schwächen feststellte. Die Wertungsrichter jedenfalls sahen die acht Nienburger Paare ohnehin klar vorn und bestätigten die in dieser Saison oft gehörte Expertenmeinung, dass Küttner & Co. tänzerisch einen deutlichen Vorsprung zur Konkurrenz hatten. “Außerdem haben sie endlich die richtige Präsenz auf der Fläche gezeigt und bis über alle Backen gestrahlt. Sie haben die Halle erleuchtet.”

Der TSZ-Formation tat in diesem Punkt gut, nicht als Meister in das Aufstiegsturnier gegangen zu sein. Dass ihnen Platz eins in der Regionalliga Nord durch merkwürdige Wertungen am Saisonende entrissen wurde, stachelte sie nur an. Bormann: “Wir wollten das Bild korrigieren und unabhängig vom Abschneiden zumindest Bremerhaven hinter uns lassen.”

Künftig warten noch weitere Reisen auf die Nienburger Lateintänzer. Da es nach drei Jahren “Crazy in Latin” eine neue Choreografie gibt, wird allerdings keine Pause eingelegt. Am 16. Juni beginnt die Vorbereitung auf die 2. Bundesliga, der Saisonstart folgt erst am 6. Januar 2008 in Süddeutschland.

Endstand: 1. TSZ Nienburg A 2-1-2-2-1-1-1; 2. TC an der Lahn Limburg 3-2-1-3-2-2-3 (beide Aufstieg), 3. TSG Bremerhaven B 1-3-4-1-4-4-2; 4. TSC RG Sinsheim 4-4-3-4-3-3-4; 5. TSZ Bocholt 01; 6. GG TTC Herford.

DIE HARKE 27.05.2007

6-2-1-1-3 – das TSZ kann´s nicht verstehen

Lateintanzen: Nienburger Formation verliert die Spitze

Kiel (bro). Dass Wertungsrichter im Tanzsport nicht immer einer Meinung sind, das ist okay. Aber diese Note sechs unter den fünf Urteilen muss der Lateinformation des 1. TSZ Nienburg schon wehgetan haben.

Nicht, weil Pascal Küttner & Co. beim Turnier in Kiel deshalb den ersten Platz in der Regionalliga an das B-Team der TSG Bremerhaven verloren, das wäre wahrscheinlich sowieso passiert. Sondern weil die Einschätzung dieses einen Wertungsrichters aus Berlin schlichtweg ungerechtfertigt war. Oder wie ist die Notenreihe 6-2-1-1-3 ansonsten zu interpretieren?

Ungeachtet dieser Enttäuschung geht es für die Nienburger nach fünf Regionalliga-Turnieren zum zweiten Mal in Folge in die Relegation für die 2. Liga. Am 26. Mai in Oberhausen will das TSZ beweisen, was in ihm steckt und wenigstens den Einzug in das Große Finale schaffen. Wer mitfahren möchte: Karten können bei Melanie Höper unter (0173) 81 56 08 3  bestellt werden.

In Kiel glückte eine Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Turnier in Syke bereits vorzüglich, Trainer Rainer Bormann sprach sogar von einer besseren Leistung als beim gewonnenen Heimauftritt. “Die Mannschaft hat alles richtig gemacht und sich für ihre mühevolle Arbeit belohnt. Wenn das zwei Wertungsrichter anders sehen, können wird das nicht ändern.”

Großes Finale in Kiel: 1. TSG Bremerhaven B 2-1-2-2-1; 2. TSZ Nienburg 6-2-1-1-3; 3. GGC Bremen C 1-3-5-3-4; 4. Latin Team Kiel 5-4-6-4-2; 5. TSA Ahrensburg 3-5-4-6-5; 6. TSC Hansa Syke 4-6-3-5-6.

Regionalliga Nord: 1. Bremerhaven B 9; 2. Nienburg 10; 3. GGC Bremen C; 14; 4. Kiel 19; 5. Syke 24; 6. Ahrensburg 32; 7. GGC Bremen D 35; 8. TSZ BG Bremen B 37; 9. Syke B 45.

DIE HARKE 06.05.2007