TSZ bietet eine Plattform für Tanzwillige

Rund 80 Teilnehmer werden beim Latein-Casting in Nienburg gesichtet

Nienburg (nis). Dennis Strüver tanzt bereits seit drei Jahren. Zwei davon bei der TSG Arsnova in Verden, eines in Walsrode und nun möchte der ambitionierte 16-Jährige möglichst mit der Lateinformation des 1. TSZ Nienburg den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga anpeilen.

Strüver war einer von rund 80 Teilnehmern des Castings, zu dem der Verein am Wochenende geladen hatte.

Geleitet wurde die Trainingseinheit von Uta Albanese, die sich auch mit um die Choreografie der Nienburger A-Formation kümmert und unter anderem den Bundesligisten Grün-Gold Bremen betreut. Das Besondere des Vortanzens war dabei, dass es nicht in erster Linie darum ging, nur die Besten herauszufiltern und zu fördern. “Wir wollen möglichst alle Tanzwilligen unterkriegen”, betonte TSZ-Vorsitzender Rainer Bormann. Deshalb wurden auch Talente aller Leistungsklassen gesucht. Tänzer, die schon im Verein aktiv sind, konnten zeigen, ob sie in Zukunft in einem höherklassigen Team starten könnten. Genauso konnten Vereinsfremde auf sich aufmerksam machen. Bormann: “Es hätten durchaus noch mehr Externe werden können.”ie Vielfalt der Kenntnisse hingegen stimmte. “Wir hatten Menschen dabei, die zuvor noch nie getanzt haben, einige aus anderen Sparten wie Hip-Hop oder Ballett, aber auch welche mit Kurserfahrung oder aus anderen Vereinen”, blickte Albanese zurück. Das pralle Programm begann mit einer Analyse der Kenntnisse und Fähigkeiten. Anschließend gab es professionelles Aufwärmen, ein Kraft- und Fitnessprogramm und schließlich Aufgaben in verschiedenen Tänzen. Spätestens da zeigte sich dann, wer für das A-Team in Frage kam und wer sich zunächst in anderen Mannschaften beweisen muss. Albanese: “Möglicherweise bildet sich sogar noch eine komplett neue Formation.” Und noch einen Erfolg vermeldete Bormann: “Es haben sich auch Partner für Einzelwettbewerbe gefunden.”ennis Strüver, der über einen Bekannten vom Casting erfahren hat, war jedenfalls mit dem Tag zufrieden: “Es war zwar anstrengend, hat mir aber großen Spaß gemacht.” In welcher Formation er letztlich landet, war noch nicht sicher. Bei den Nienburgern hat er aber einen guten Eindruck hinterlassen.

DIE HARKE 17.06.2008

Das Maß der Dinge in Niedersachsen

Latein-Formationstanz: Das Team von Trainer Rainer Bormann gewinnt in Syke den Landestitel\par12Nienburg (fan). Abstieg aus der 2. Bundesliga hin oder her: Das 1. TSZ Nienburg ist in Niedersachsen das Maß der Dinge im Latein-Formationstanz! Das Team von Trainer Rainer Bormann eroberte bei der erstmals ausgetragenen Landesmeisterschaft in Syke den ersten Platz und nahm außer den goldenen Medaillen einen Ehren- und einen Wanderpokal mit nach Hause. Dabei schien der große Traum vom Titel bereits vor den ersten Takten zu platzen, denn: Sonja Olschewski hatte sich pünktlich zu ihrem 60. Turnierauftritt einen Virus eingefangen, klagte über starke Übelkeit. Schnell war klar: Die Jubilarin würde alle drei Runden niemals durchstehen.

“Also haben wir gezockt”, berichtet Trainer Bormann. “Wir haben die Vorrunde nur mit sieben Paaren getanzt, was eigentlich schon das Aus bedeuten würde.” Doch die Nienburger gaben mächtig Gas, erreichten ganz sicher die Zwischenrunde und nicht minder souverän das Finale der besten neun von ursprünglich zwölf Formationen.

Jetzt stieg auch Olschewski wieder mit ein, meisterte ihren Tanz und trug schließlich ebenso zur glänzenden Darbietung der Mannschaft bei. “Alle haben einen Super-Job gemacht”, lobte Bormann. “Das harte Training in den vergangenen Wochen hat sich ausgezahlt.” Unterstützt wurden die Weserstädter von einer guten Hundertschaft treuer Fans, die die gesamte Halle mit ihrer Laune ansteckten und ein stattliches Scherflein zum Triumph beisteuerten.

Anschließend wurde in Syke bei der After Show-Party ein Stündchen gefeiert, dann ging es jedoch zügig Richtung Heimat. Der Tag in der gefühlt rund 50 Grad heißen Halle hatte die Kraftreserven komplett aufgebraucht. Gefeiert wird ohnehin noch standesgemäß, zunächst die drei TSZ-Mannschaften unter sich, anschließend gemeinsam mit dem großen Anhang.

Übrigens: Ein Fernsehteam von Radio Bremen begleitete die Titelkämpfe und wird voraussichtlich am Mittwoch ab 18 Uhr auf N3 berichten.

DIE HARKE 01.06.2008

Nach dem Abstieg strebt das TSZ den Titel an

Die Nienburger Lateintanz-Formation will heute als Landesmeister aus Syke zurückkehren\par12 Nienburg (fan). Die Tänzer des 1. TSZ Nienburg können einer im Grunde enttäuschenden Saison, die mit dem sofortigen Abstieg aus der 2. Bundesliga endete, eine famose Wendung verleihen. Am Sonnabend ab 14.30 Uhr geht die Formation von Trainer Rainer Bormann als Favorit an den Start, wenn in Syke erstmals der Lateintanz-Landesmeister ermittelt wird.

Nach dem Abstieg aus der 2. Liga Anfang März hatte Bormann seinem Team zunächst eine Verschnaufpause verordnet, alle sollten abschalten. Rechtzeitig zog der Coach jedoch wieder die Zügel an, “wir nehmen die Landesmeisterschaft sehr ernst und werden mit der bestmöglichen Formation antreten”. Das TSZ geht offiziell noch als Zweitligist ins Rennen und damit als ranghöchste Formation. Die härtesten Widersacher sieht Bormann in den Regionalliga-Mannschaften aus Osnabrück, Hannover und Oldenburg; insgesamt gehen 13 Teams bis zur Landesliga ins Rennen. Die Nienburger sind gerüstet. Zuletzt wurde viermal wöchentlich trainiert, auch Weltmeister-Trainerin Uta Deharde aus Bremen half beim Feinschliff der Choreografie “Move”.

DIE HARKE 30.05.2008

B-Formation in der Oberliga

Lateintanz: TSZ-Team löst das Ticket beim Aufstiegsturnier in Buchholz

Buchholz (fan). Die Enttäuschung über den Abstieg der A-Formation aus der 2. Bundesliga ist endgültig verflogen, das Lächeln ist zum 1. TSZ Nienburg zurückgekehrt. Dafür verantwortlich ist die B-Formation von Trainer Timo Kuhnt und seiner rechten Hand Sergius Rossel: Sie belegte beim Aufstiegsturnier in Buchholz den dritten Platz und tanzt künftig in der Latein-Oberliga.

“Timo und Sergius haben eine Super-Arbeit geleistet und das Team weiterentwickelt”, lobt TSZ-Chef Rainer Bormann. “Ich bin sehr stolz auf die beiden.” Das B-Team zeigte zunächst eine verhaltene, aber weitgehend fehlerfreie Vorrunde und drehte in der Zwischenrunde mächtig auf. “Das war die beste Saisonleistung”, freute sich Bormann. Das Team um Sabine Apitius zeigte hohe Genauigkeit und viel Ausstrahlung. Damit gehörte das TSZ zur Fünfer-Finalrunde, deren Auftritte nur noch Showcharakter hatten, denn alle fünf hatten das Aufstiegsticket gelöst. Die Noten 4, 1, 3, 2 und 2 bedeuteten letztlich Platz drei für die Nienburger.

Bormann beschränkt sein Lob jedoch nicht allein auf die B-Formation und ihren frischen Erfolg, sondern betont generell die Betreuung in seinem Verein. “Auch Anh-Duc Nguyen und Pascal Küttner liefern im C-Team hervorragende Arbeit. Gemeinsam mit Roberto Albanese und Uta Deharde ist unser Trainerstab der Garant für Hochleistungssport.”

Die Saison hält noch einen Höhepunkt für die Nienburger bereit: Am 31. Mai tanzt das A-Team in Syke um die Landesmeisterschaft.

DIE HARKE 20.05.2008

Nach dem Sieg fließen Tränen

Lateintanz-Landesliga: TSZ und TSC Blau Gold nutzen ihren Heimvorteil\par12Nienburg (sil).

Emotionen pur gab es am Wochenende in der Meerbachhalle bei den Turnieren der Lateintanz-Landesligen A und C. Zunächst trat die B-Formation vom 1. TSZ Nienburg an, tags darauf folgte die C-Formation des TSC Blau Gold Nienburg.

Landesliga C: TSZ-Trainer Timo Kuhnt konnte sein Glück nach der Bekanntgabe der Platzierungen kaum fassen: Von den Richtern gab es für sein Team zweimal die Noten 1 und 2 und einmal die 3. Das war gleichbedeutend mit dem Turniersieg vor heimischem Publikum. Mit dieser Leistung steigerten sich die Nienburger im Vergleich zum ersten Turnier um satte drei Plätze; beim Auftaktturnier in Weyhe war nur Rang vier herausgesprungen. Seither hat die Mannschaft verstärkt an ihrer Präsenz und Synchronität gearbeitet.

In der Vorrunde hielten die Nienburger die Fortschritte der Trainingseinheiten noch versteckt, umso deutlicher war die Steigerung des Niveaus im Großen Finale zu erkennen: Nun passten die Bilder und die Übergange gelangen fließend. “Wir hatten gehofft, uns einen oder zwei Plätze verbessern zu können. Dass es nun der erste geworden ist, ist einfach toll”, freute sich Co-Trainer Rainer Bormann. Cheftrainer Timo Kuhnt war emotional nicht nur während der Auftritte mit seiner Truppe auf einer Höhe, sondern ließ seinen Gefühlen vor allem nach dem Turnier freien Lauf, es floss die eine oder andere Freudenträne.as Ziel des TSZ ist es nun, diese Leistung in den drei übrigen Turnieren zu bestätigen, um am Ende möglicherweise an der Qualifikation zur Oberliga teilnehmen zu können.

Landesliga A: Am zweiten Tag tanzte der TSC Blau Gold Nienburg in der Parallelstaffel. Für das Team von Tim Weinholz stand am Ende der vierte Platz. Die Saison verlief bisher für die Nienburger nicht optimal, eine Teilnahme am Großen Finale wollte bisher nicht gelingen. Doch mit der Unterstützung der Nienburger Zuschauer, die ihre Mannschaft lautstark anfeuerten, erreichte der TSC das anvisierte Ziel. Blau Gold freute sich über den vierten Rang im Großen Finale, als wäre es der Sieg gewesen. Für die noch ausstehenden Turniere nehmen sich die Nienburger vor, diese Platzierung zu bestätigen.

Insgesamt war das 1. TSZ Nienburg als Veranstalter mit beiden Tagen überaus zufrieden. Zwar kamen nicht ganz so viele Zuschauer wie bei früheren Veranstaltungen, was am frühlingshaften Wetter gelegen haben dürfte, dennoch “ist es immer etwas Besonderes, vor dieser Kulisse zu tanzen, die so viel Stimmung macht”, betonte Rainer Bormann.

DIE HARKE 01.04.2008