DTV vergibt die S-Lizenz an Bormann

Auszeichnung für den TSZ-Vorsitzenden Nienburg (bro).

Rainer Bormann vom 1. TSZ Nienburg hat seit Kurzem die höchste Lizenz als Einzel-Wertungsrichter im Tanzen. Fortan kann der 45-Jährige in Latein- und Standardturnieren bis zur S-Klasse angefordert werden. Bis zu 20 Termine im Jahr sind möglich, internationale Einsätze wird es zunächst noch nicht geben. „Ich freue mich, diese Auszeichnung bekommen zu haben“, sagt der Neustädter.
Nach der Nominierung durch den Niedersächsischen Tanzsport-Verband folgte die Berufung durch den DTV. Bislang wertete Bormann bis zur A-Klasse, deren Lizenz der TSZ-Vorsitzende und -Trainer nach eigener Erinnerung seit etwa fünf Jahren besitzt. Als Richter ist er fast die doppelte Zeit unterwegs. In Berlin sei er zum Beispiel seit acht Jahren beim „Blauen Band der Spree“ in der Jury aktiv.
DIE HARKE 30.12.2009

Vorverkauf für Turniere im Internet

1. TSZ  Nienburg richtet eine Seite ein Nienburg(bro).

Erstmals führt das 1. TSZ Nienburg seinen Kartenvorverkauf für die Heimturniere seiner Lateintanzformationen über das Internet durch. Am 20. Februar 2010 gastiert die 2. Bundesliga in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen, tags darauf betreten die Teams der Oberliga das Parkett.
Wer sich Tickets für eine oder beide Veranstaltungen sichern möchte, besucht dafür die Homepage www.tickets.tsznienburg.de. Es werden verschiedene Sitzkategorien angeboten. Die Preise liegen zwischen 10 und 16 Euro, das Geld muss überwiesen werden. Der Vorverkauf endet am 2. Februar 2010.
„Es wäre schön, wenn möglichst viele den Kartenvorverkauf nutzen. Das erleichtert uns die Planung und vermeidet Wartezeiten bei den Turnieren“, sagt TSZ-Vorsitzender und Trainer Rainer Bormann.

DIE HARKE 29.12.2009

Das TSZ steigt nachträglich auf

Lateintanz: Die Nienburger Formation klettert überraschend doch noch in die 2. Bundesliga 12 Nienburg (fan). Roberto Albanese war der erste, der seinem Trainerkollegen Rainer Bormann die noch inoffizielle Info steckte. Und das Telefonat lief ungefähr so: “Rainer, es gibt doch noch so etwas wie Gerechtigkeit – ihr steigt doch noch in die 2. Bundesliga auf.

” – “Du willst mich wohl veräppeln!”

Mitnichten wollte Albanese das. Der ebenso populäre wie erfolgreiche Bremer Trainer, der auch das 1. TSZ Nienburg immer wieder gewinnbringend begleitet, hört in der Tanzsportszene nunmal das Gras wachsen und erfuhr als einer der ersten, dass die Nienburger Lateinformation trotz des Scheiterns beim Aufstiegsturnier im Mai in Nürnberg nun doch noch nachrücken darf. Die Bestätigung erhielt TSZ-Chef und -Trainer Bormann einige Tage später per E-Mail. Bundessportwart Michael Eichler (Frankfurt) sorgte für endgültige Klarheit: Das TSZ tanzt in der Saison 2010 in der 2. Liga!

Doch statt knallender Schampusflaschen herrscht bei Bormann eher ein Zustand der unterkühlten Freude. “Ich hätte mich lieber sportlich qualifiziert”, sagt er. Und blickt noch immer mit einer gewissen Säuerlichkeit zurück nach Nürnberg und der fragwürdigen Wertung, die nur Platz drei beschert hatte. “Wir gewinnen alle fünf Regionalliga-Turniere, gewinnen die Landesmeisterschaft und werden dann in Nürnberg Dritter, obwohl uns alle Seiten bestätigt haben, das wir hätten aufsteigen müssen – das hat immer noch einen bitteren Nachgeschmack.” Nicht zu vergessen: Den Nienburger Party-People wurde ein rauschendes Aufstiegsfest genommen; viele Fans waren damals mitgereist ins Frankenland.

Der nachträgliche Aufstieg der Nienburger hängt mit dem Rückzug des TC Lüdenscheid aus der 1. Bundesliga zusammen. “Trainerin Petra Heiduk hatte offenbar große Probleme, das Team vollzubekommen, auch Fusionen haben offenbar nicht geklappt”, sagt Bormann. Durch den Lüdenscheider Rückzug profitierte zunächst die TSG Bremerhaven, die nachträglich in die Beletage aufstieg. Deren freien Platz in Liga zwei erhielt schließlich das 1. TSZ.

Bereits in den kommenden Wochen beginnt nun die Arbeit, denn nachdem die Nienburger bereits vor zwei Jahren in die 2. Liga aufgestiegen waren und sofort wieder runter mussten, wollen Anh-Duc Nguyen & Co. diesmal unbedingt die Klasse halten. “Wir sind sehr optimistisch”, betont der Coach.

Während das TSZ vor zwei Jahren mit einer neuen Musik an den Start gegangen war, wird diesmal die in Fleisch und Blut übergegangene Choreografie “Move” erneut zum Einsatz kommen. Neu werden allerdings die Kleider sein, die gerade entworfen werden. Bormann: “Wir wollen aggressiver, wollen frecher auftreten.”

Eine feste Trainingsheimat wird es jedoch auch vor der nächsten Saison nicht geben. Wegen Sanierungsmaßnahmen in der Halle der Leintorschule pendeln die Nienburger in den nächsten Monaten weiter zwischen den Hallen in Langendamm (SCB und Bundeswehr), Hagen und dem Saal des “Weserschlösschens”. Dass Bormann erneut personell umbauen muss, schreckt ihn nicht. “Ich kämpfe noch um einige Rückkehrer, wir haben zudem eigenen guten Nachwuchs – aus 30 Leuten werden wir ein Top-Team formen.”

“DIE HARKE” 17.07.2009

1. TSZ tröstet sich mit einem Titel

Lateintanz Favorit gewinnt die Landesmeisterschaft, TSC Dritter 12 Von Jan Herrmann – Nienburg. Das 1. TSZ hat es geschafft: Die Nienburger Lateintanzformation siegte bei den Landesmeisterschaften in der Meerbachhalle überzeugend und verteidigte den Titel der besten Lateintanzformation aus ganz Niedersachsen. Damit betrieben sie ein Stück weit Wiedergutmachung für den verpassten Aufstieg in die 2. Bundesliga beim Relegationsturnier in Nürnberg (wir berichteten).

Froh war auch das TSC Blau-Gold Nienburg: Das A-Team sicherte sich die Bronzemedaille und landete auf Rang drei.

“Ich bin sehr erleichtert und auch glücklich”, gestand Rainer Bormann, Trainer und Vorsitzender des TSZ. Seine Schützlinge bekamen im Finale von fünf Wertungsrichtern fünf Einsen zugesprochen und verteidigten souverän den Titel. Sie waren es, die am Ende den Pokal in die Höhe strecken konnten und mit ihrer Leistung sowohl Wertungsrichter als auch Publikum überzeugten. Das Thema der Vorführung lautete “Move”. Auf Rang zwei landete der TSC Hansa Syke mit der Choreographie “Swing”. Die Wertungsrichter hatten fünf Zweien verteilt. Das Finale komplettierte der TSC Blau-Gold sowie der FTC Böhmetal (Platz vier) und der TSC Walsrode, der unter Trainer Peter Krüger auf Rang fünf landete.

Der Titelverteidiger und Ausrichter der Landesmeisterschaften, TSZ Nienburg, war als Favorit in das Turnier gegangen und zeigte eine kraftvolle und ausdrucksstarke Choreographie. “Wir waren sehr präsent und haben ein bisschen Wiedergutmachung betrieben”, sagte Bormann. Sogar André Minuth, ansonsten im B-Team zu Hause und für den verhinderten Stuart Forster im Einsatz, fügte sich nahtlos ein.

Rund 400 Zuschauer sorgten in der nicht ganz ausverkauften Meerbachhalle für eine tolle Stimmung. Gut drei Stunden wurde ihnen Tanzsport mit vollem Einsatz geboten. Zufrieden war auch Krüger, der neben seiner Trainertätigkeit für Walsrode auch als Vorsitzender des TSC Blau-Gold vor Ort war. “Wir konnten kaum trainieren und haben eine sehr gute Leistung gezeigt.”

DIE HARKE 01.06.2009

TSZ will Pleite ausbügeln

Tanzen: Landesmeisterschaft der Lateintänzer am Sonnabend in der Meerbachhalle

Nienburg (her). Vor den Landesmeisterschaften im Lateintanz, die das 1. TSZ Nienburg am Sonnabend, 30. Mai, ab 16 Uhr in der Meerbachhalle ausrichtet, war Rainer Bormann in erster Linie als Psychologe gefragt. Immer noch nagt die Enttäuschung über den knapp verpassten Aufstieg in die 2. Bundesliga am vergangenen Wochenende an seinen Formationstänzern (wir berichteten).

Mit Rang drei schrammten sie in Nürnberg knapp an den beiden Aufstiegsrängen vorbei. Bei den Landesmeisterschaften bietet sich den Nienburgern nun die Möglichkeit, die Saison trotzdem noch mit einem positiven Erlebnis abzuschließen. Anders sind die Voraussetzungen für die Lateintänzer des TSC Blau-Gold Nienburg: Ohne allzu große Erwartungen nimmt das A-Team am Turnier teil.

“Wir werden den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken”, verspricht Bormann, Trainer und Vorsitzender des TSZ. In der ersten Trainingseinheit am Mittwoch stand zunächst die Videoanalyse des Aufstiegsturniers in Nürnberg auf dem Programm. Die Tänzer sollten sich die durchaus guten Leistungen des Auftritts bewusst machen. Anschließend wurde im langsamen Tanzen versucht, wieder Sicherheit in die Aktionen zu bringen. Bormann versucht, eine “Jetzt-erst-recht-Stimmung” zu erzeugen und den Blick wieder nach vorn zu richten. “Wir versuchen, das vergangene Wochenende zu löschen”, sagt er. Ganz sicher ist er sich aber nicht, ob es ihm gelingt, die Köpfe des Teams um Kapitän Pascal Küttner wieder soweit frei zu bekommen, dass sich alle voll motiviert auf die Landesmeisterschaften konzentrieren. Dass das Aufstiegsturnier einen weitaus höheren Stellenwert besaß und der Saisonhöhepunkt für das TSZ war, leugnet er nicht.

Gelassener geht das A-Team des TSC Blau-Gold an den Start: “Wir konnten nie richtig trainieren und können deshalb auch nicht allzu viel erwarten”, sagt TSC-Chef Peter Krüger. Die Vorbereitung war beim TSC in erster Linie auf das Aufstiegsturnier der Standardtänzer am vergangenen Wochenende in Nürnberg ausgerichtet, bei dem sie das Ticket für die 2. Bundesliga lösten (wir berichteten). Besonderheit für Blau-Gold: Trainerin Claudia Krüger-Drescher hat nach 15 Jahren als Trainerin ihren Abschied angekündigt.

Als schärfsten Konkurrenten um den Titel hat Bormann den TSC Hansa Syke, Aufsteiger in die Regionalliga, auf dem Zettel. Insgesamt tanzen neun Mannschaften um den Pokal, Einlass ist bereits um 15 Uhr.

“DIE HARKE” 29.05.2009