Nachgeha(r)kt bei … Simon Bultmann

Durch un­sere Ru­brik „Nach­ge­ha(r)kt bei …“ wol­len wir je­den Mitt­woch die Men­schen hin­ter den Sport­lern et­was bes­ser ken­nen- ler­nen. Dies­mal ha­ben wir Si­mon Bult­mann be­fragt, 28 Jah­re, Bank­kauf­mann bei der Volks­bank in Steyer­berg und La­teintän­zer in der A-For­ma­tion des TSZ Ni­en­burg.

­Was war Ihr schöns­tes s­port­li­ches Er­leb­nis?

­Mein schöns­tes sport­li­ches Er­leb­nis war si­cher mit Ab­stand der Sieg un­se­rer La­te­in­for­ma­tion beim Auf­stieg­stur­nier zur 2. Bun­des­liga in Ober­hau­sen und die fol­gende Sai­son in der 2. Li­ga. Lei­der hat es da­mals mit dem Klas­se­ner­halt nicht ge­klappt, doch der Team­spi­rit war wirk­lich ein­zig­ar­tig.

­Was ist für Sie eine un­wi­der­steh­li­che Ver­su­chung?

Ich er­tappe mich im­mer wie­der da­bei, beim Au­to­fah­ren Lie­der aus dem Ra­dio mit­zu­sin­gen.

Wo­mit ha­ben Sie einst Ihr Ta­schen­geld auf­ge­bes­sert?

Ehr­lich ge­sagt habe ich nie mein Ta­schen­geld auf­ge­bes­sert. Ich bin im­mer ganz gut mit dem, was ich hat­te, aus­ge­kom­men.

Von wel­chem Ur­laubs­ziel träu­men Sie?

Ich würde un­heim­lich gerne mal ein Jahr als „­Bag­packer“ den aus­tra­li­schen Kon­ti­nent er­kun­den.

­Was woll­ten Sie als Kind wer­den?

Als Kind hatte ich keine ty­pi­schen Be­rufs­wün­sche wie zum Bei­spiel Po­li­zist oder Feu­er­wehr­mann. Ich wollte im­mer einen Be­ruf aus­ü­ben, der mit Tie­ren oder Pflan­zen zu tun hat. Tier­arzt oder Land­schafts­gärt­ner/-ar­chi­tekt.

Das Ers­te, was mir zu ­Ni­en­burg ein­fällt, ist …

… Tan­zen auf Hoch­leis­tungs­ni­veau und tolle Tur­nie­re.

­Be­schrei­ben Sie den ­per­fek­ten Tag.

­Zunächst ein­mal aus­schla­fen, ge­mein­sam mit mei­ner Fa­mi­lie frühstü­cken, einen herr­li­chen Tag im Gar­ten ge­nießen, ein­fach mal die Seele bau­meln las­sen und abends mit Freun­den et­was un­ter­neh­men.

­Sie sit­zen in der ­Zeit­ma­schi­ne. Wo­hin ­geht die Rei­se?

Ich würde ge­nau hier blei­ben. Denn das hier und heute ist doch wahn­sin­nig span­nend. Die Ver­gan­gen­heit ken­nen wir und kön­nen aus ihr ler­nen. Und wie lang­wei­lig wäre die Zu­kunft, wenn wir schon wüss­ten, was auf uns zu­kommt.

­Was wür­den Sie als Bun­des­kanz­ler als Ers­tes tun?

Als Bun­des­kanz­ler hat man eine große Ver­ant­wor­tung für die Men­schen in un­se­rem Land. Ich den­ke, wir ha­ben in Deutsch­land viele „­Bau­stel­len“, an de­nen wir noch ar­bei­ten müs­sen.

Wel­chen Lu­xus gön­nen Sie sich?

Ü­ber diese Frage musste ich doch ein we­nig schmun­zeln. Ob nun Lu­xus oder nicht, aber ich gönne mir, meine Wä­sche ma­chen zu las­sen. Und das ist eine ganze Men­ge.

In der Schule war ich …

… im­mer sehr wiss­be­gie­rig.

Wel­che ist Ihre beste ­Cha­rak­terei­gen­schaft?

Ich glaube von mir be­haup­ten zu kön­nen, dass ich sehr hilfs­be­reit bin.

Wel­che ist ihre schlech­teste ­Cha­rak­terei­gen­schaft?

­Die re­sul­tiert aus mei­ner bes­ten Ei­gen­schaft – ich kann nur sehr schwer nein sa­gen.

Wer ist Ihr ­per­sön­li­cher Held?

­Den gibt es in der Form nicht. Es gibt aber ei­nige Men­schen, zu de­nen ich auf­schaue – un­ter an­de­rem meine El­tern.

Wel­che In­ter­netsei­ten kli­cken Sie am häu­figs­ten an?

Das ist ganz ein­fach: ww­w.tsz­ni­en­bur­g.­de. Al­lein schon, um den Trai­nings­plan an­zu­schau­en. An­sons­ten noch ww­w.volks­bank-steyer­ber­g.de und die Seite von meinVZ.

Wel­chen un­er­füll­ten Traum ha­ben Sie?

Ein­mal auf ei­ner Welt­meis­ter­schaft mit­tan­zen …

­Was ist Ihr Le­bens­mot­to?

Ich ver­su­che, die Dinge ge­las­sen zu neh­men. Auf­re­gung und Är­ger ma­chen nur graue Haa­re.

­Mein Schluss­wort.

Ich wün­sche mir für die Zu­kunft, dass Ni­en­burg sich auch wei­ter­hin als Tanz­hoch­burg im Nor­den der Re­pu­blik be­haup­ten kann und viele Ju­gend­li­che sich für die­sen tol­len Sport in un­se­rer Re­gion be­geis­tern kön­nen.

DIE HARKE 25.08.2010

Den Umbruch schon im Auge

2. Lateintanz-Bundesliga Nach dem Abstieg des 1. TSZ schmiedet Trainer Bormann neue Pläne

Von Stefan Schwiersch

Nienburg. Sie kennen gewiss das Sprichwort „Wo gesungen wird, da lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder.“ Ein wenig böse durften sie zwar durchaus sein, die Lateintänzer des 1. TSZ Nienburg, nach ihrem Abschneiden beim Heimturnier der 2. Bundesliga in der BBS-Halle, denn ihre gute Leistung wurde abermals nur mit Platz sieben benotet; wir berichteten. Doch für böses Gedankengut war gar kein Platz im Nienburger Lager. Gewiss, in stillen, unbeobachteten Momenten hingen die Mundwinkel der TSZ-Tänzer einige Zentimeter tiefer als noch kurz zuvor beim strahlenden Auftritt zur rhythmischen Musik. Doch die Schützlinge von Rainer Bormann hakten diesen vermaledeiten sieben Platz schnell ab, berappelten sich, flachsten bald wieder. Die Männer posierten  mit prolligen Spiegelsonnenbrillen, die Damen drückten ihrem Trainer saftige Schmatzer auf die Wange. Und spätestens bei der After Show-Party in der LUG-Lounge, da konnten die Nienburger Formationstänzer im Rausch der Disco-Musik vergessen, dass sie gerade aus der 2. Bundesliga abgestiegen waren.

Ein wenig Stolz auf die tänzerische Leistung war nach dem Turnier gewiss erlaubt, ganz viel Stolz für die gelungene Ausrichtung des Zweitliga-Turniers war ganz einfach geboten. Rund 700 Fans, darunter zahlreiche auswärtige Schlachtenbummler, sorgten für Partystimmung und Krach entlang des Parketts, manches Kreischen junger Mädchen bedeutete akute Tinnitus-Gefahr. Umfangreiche Gastronomie und allenthalben freundliche Gesichter vervollständigten die Wohlfühl-Atmosphäre. „Von der Optik her sind das Welten zu den anderen Veranstaltungen“, meinte TSZ-Chef und Trainer Rainer Bormann.

Ein Turnier steht noch aus, am 6. März wartet noch die längste Fahrt auf das TSZ. Im 550 Kilometer entfernten Ludwigsburg findet der Abschluss der fünfteiligen Zweitliga-Serie statt. Und im wundersamen Falle des Turniersieges wäre sogar noch der Klassenerhalt drin. Doch nach vier siebten Plätzen in Folge unter acht Teams ist für Träume dieser Art kein Platz mehr in den Köpfen von Karina Heidt & Co.

Ludwigsburg wird zugleich das letzte Kapitel für die aktuelle Formation, dann beginnt eine neue Zeitrechnung. 2011 wird das TSZ mit neuer Choreografie – und mit neuen Gesichtern an den Start gehen. Bormann plant, eine komplett neue Mannschaft aufzubauen.  „Das wird nicht in einem Jahr gehen. Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, neue Leute auszubilden, um die Vormachtstellung in Niedersachsen zu behaupten“, sagt der Trainer. „Wir haben uns bundesweit einen Namen gemacht“, und der soll nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Sehnsucht nach Belohnung

2. Lateintanz-Bundesliga Tolles Event, aber erneut nur Platz sieben für das 1. TSZ Nienburg

Von Stefan Schwiersch

Nienburg. Ein gewisse Sehnsucht war in den Augen dieser drei TSZ-Tänzerinnen zu erkennen. Sie hatten ihre Arbeit im Kleinen Finale bereits getan, holten erstmal Luft, setzten sich mit ihren hübschen Kleidern dicht beieinander auf den nackten Hallenboden nahe des Parketts und schauten herüber zu den Teams des Großen Finales mit einem Gesichtsausdruck irgendwo zwischen Erschöpfung und Enttäuschung. Der Traum des Gastgebers, vor heimischem Publikum dieses Große Finale zu erreichen, den eigenen Leuten zu zeigen, dass man mehr draufhat als diesen siebten Platz, auf den sie in den drei vorhergehenden Wettbewerben jeweils benotet wurden, dafür hätten Karina Heidt und ihre Mittänzer wohl auch den letzten Blutstropfen gegeben. Doch fromme Wünsche zählten für die fünf Wertungsrichter ebenso wenig wie der Heimbonus: Die Lateinformation des 1. TSZ Nienburg belegte auch beim Heimturnier der 2. Bundesliga in der BBS-Halle nur den siebten Platz unter acht Teams.

Dass mit diesem Abschneiden auch der Abstieg faktisch feststeht, spielte für Trainer Rainer Bormann am Samstagabend nur die sekundäre Rolle. Vielmehr hatte er sich für sein Team eine Belohnung gewünscht – für die harte Trainingsarbeit, für den guten Auftritt. „Ich bin enttäuscht, denn ich glaube dass die Leistung heute für Platz sechs gereicht hätte.“ Platz sechs oder sieben, das hätte in der Zweitliga-Tabelle keinen Unterschied gemacht. Doch der sechste Platz wäre gleichbedeutend mit dem  Sieg im kleinen Finale gewesen und damit ein heilsames  Pflaster für das strapazierte Selbstwertgefühl der Nienburger Tänzer. „Der Abstieg ist klar, okay. Aber das wäre nochmal ein Motivationsschub gewesen. Denn das Team hat alles richtig gemacht.“

Bormann und sein Co-Trainer Anh-Duc Ngyuen hatten die richtige Wortwahl gefunden, um das Team einzustellen und zu motivieren und gleichzeitig zu beruhigen vor einer sagenhaften Kulisse mit rund 700 Zuschauern. „Mit Stellprobe und Vorrunde war ich sehr zufrieden, die Leistung im Kleinen Finale war nochmal die Krone.“

Ähnlich sehnsüchtig wie seine Tänzerinnen schaute auch Bormann schließlich nochmal durch die kunterbunte BBS-Halle mit vielen fröhlichen Gesichtern, bunten Kleidern und tanzenden Füßen. Der perfekte Ablauf, die vielen Komplimente für das TSZ, das erstmals ein Zweitliga-Turnier ausrichtete, die gute Stimmung trotz des suboptimalen Abschneidens, all das konnte Bormann trösten, ein wenig zumindest. „Wir haben uns mit dieser Veranstaltung einen Namen gemacht. Von der Stimmung und der Zuschauerzahl her können sich da manche Veranstalter eine Scheibe abschneiden.“

Mehr vom Nienburger Turnierwochenende lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.

Viertes Zweitliga-Turnier, Großes Finale: 1. TSG Backnang 1-1-1-2-3, 2. TSG Quirinus Neuss 1-2-2-1-2, 3. TTH Dorsten 3-3-4-3-2, 4. 1. TC Ludwigsburg 4-4-3-4-4, 5. FG Aachen/Düsseldorf 5-5-5-5-5. – Kleines Finale: 6. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg 1-1-2-1-2, 7. 1. TSZ Nienburg 2-2-1-1-2, 8. TSC Astoria Karlsruhe 3-3-3-3-3.

2. Bundesliga: 1. TSG Backnang 4 Punkte, 2. TTH Dorsten und TSG Quirinus Neuss beide 10, 4. 1. TC Ludwigsburg 16, 5. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg 21, 6. FG Aachen/Düsseldorf 23, 7. 1. TSZ Nienburg 28, 8. TSC Astoria Karlsruhe 32.

Atemberaubende Präsentation

Lateintanz-Oberliga: Die B-Formation des 1. TSZ Nienburg belegt im großen Finale Platz fünf

Nienburg (df). Drei Minuten vor dem Beginn der Vorrunde machte sich bei Trainer Timo Kuhnt Erleichterung breit. Seine Tänzerin Rachel Bell hatte bei der Stellprobe über Atembeschwerden geklagt, aber sie konnte schließlich auf dem Parkett mitmischen. Der eine oder andere der 600 Zuschauer in der BBS-Halle dürfte ähnliche Probleme gehabt haben, denn: Die B-Lateinformation des 1. TSZ Nienburg bot den Besuchern eine atemberaubende Vorstellung und holte sich im großen Finale des Oberliga-Turniers den fünften Platz.

„Es war einfach alles super. Die Kostüme und die Musik haben mir am besten gefallen“, war die 13-jährige Alexandra Reineking begeistert, die mit ihrer Freundin aus Stolzenau zum Auftritt kam. Ida Holzwart beeindruckte die „tänzerische Leistung“ am stärksten. Kuhnt war mit der Präsentation seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Mit ein bisschen Glück wäre sogar Platz vier möglich gewesen. Wir arbeiten weiter an uns, um noch Kleinigkeiten zu verbessern.“

Im Training will er noch ein wenig die Genauigkeit in den Bildern optimieren. Darin sah auch Wertungsrichter Ralf Janssen den Grund, dass nicht eine noch bessere Platzierung erreicht wurde: Das Team habe eine sehr gute Vorrunde getanzt, dann aber leichte Ungleichmäßigkeiten bei der Choreografie „Move“ gezeigt. Rachel Bell ging es nach dem Turnier etwas besser: „Ich werde morgen schon wieder trainieren.“ Ihr Tanzpartner Pascal Stein, der seine erste Saison in der Oberliga tanzt, sprach von einem perfekten Zusammenspiel des Teams, dem aber noch ein wenig die Routine fehlt.

Viertes Oberliga-Turnier: 1. Grün-Gold Club Bremen E 1-1-1-1-1, 2. Creative Club Berlin A 2-2-3-3-2, 3. TCH Oldenburg B 3-3-2-4-3, 4. Latin Team Kiel B 5-4-4-5-4, 5. 1. TSZ Nienburg B 4-5-5-2-5, 6. TSA Creativ Oldenburg A 6-6-7-6-6, 7. TSA Ellerbeker A  TV 7-7-8-7-7, 8. FTC Böhmetal A 8-8-6-8-8.

Die Tabelle der Oberliga: 1. Grün-Gold Club Bremen E, 2. Creative Club Berlin A, 3. TCH Oldenburg B, 4. Latin Team Kiel B, 5. 1. TSZ Nienburg B, 6. TSA Creativ Oldenburg A, 7. FTC Böhmetal A, 8. TSA Ellerbeker TV A.

Gelungene Premiere

Lateintanz-Oberliga Die B-Formation des 1. TSZ Nienburg erreicht das große Finale

Bremen (df). Die B-Formation des 1. TSZ Nienburg hat in Bremen bei ihrem ersten Oberliga-Lateinturnier das große Finale und dort einen guten fünften Platz erreicht.

Bei der Stellprobe war den Tänzern in der großen Stadthalle etwas Nervosität anzumerken. Bis zur Vorrunde habe die Mannschaft eine „kontinuierliche Leistungssteigerung“ gezeigt, sagte Co-Trainer Rainer Bormann, der die Formation mit Timo Kuhnt trainiert. Die  Tänzer um Kapitän Johannes Rudolph und Susanne Germann präsentierten die anspruchsvolle Choreografie „Move“ des A-Teams. Unkonzentriertheiten und Fehler in den Bildern verhinderten im großen Finale eine höhere Platzierung. „In der Mannschaft steckt viel Potenzial, wir arbeiten weiter an den Unstimmigkeiten“, betonte Bormann.

Das 1. TSZ freut sich bereits auf das große Heimturnier am nächsten Wochenende: Am Sonnabend tanzen die Lateintänzer aus der 2. Bundesliga um 18 Uhr, Sonntag findet das Lateintanz-Oberligaturnier um 15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist für beide Turniere die BBS-Sporthalle.

Turnier in Bremen, Lateintanz-Oberliga: 1. Bremen (1-1-1-1-1), 2. Berlin (2-3-2-3-3), 3. TCH Oldenburg (4-2-4-2-4), 4. Kiel (3-5-3-4-5), 5. Nienburg B (5-4-5-5-3), 6. Böhmetal (7-6-8-6-7), 7. TSA Oldenburg (6-7-7-8-6), Ellerbek (8-8-6-7-8).