Heute „Risiko-Premiere“ des TSC

Formationstanz Auftakt für Zweitliga-Standardteam / Oberliga startet morgen in Bremen

Die Ni­en­bur­ger For­ma­ti­ons­tän­zer des 1. TSZ und TSC Blau-Gold star­ten an die­sem Wo­chen­ende in die neue Sai­son.

2. Bun­des­liga Stan­dard

­Der TSC Blau-Gold star­tet am heu­ti­gen Sonn­abend in sein drit­tes Zweit­liga-Jahr. Wenn es in Kas­sel al­ler­dings um 18.30 Uhr vor die Wer­tungs­rich­ter geht, ist die Span­nung groß. Schließ­lich prä­sen­tiert der Vor­jah­res­vierte mit „It‘s ti­­me“ ein neues Pro­gramm mit ei­ner sehr durch­gän­gi­gen Mu­sik, das wahr­schein­lich im Ver­gleich zur Kon­kur­renz mit dem schnells­ten Auf­tritt ein­her­ge­hen wird. „­Genau darin liegt das Ri­si­ko“, weiß Trai­ner Pe­ter Krü­ger, der sich selbst als Tän­zer zurück­zog und so­mit voll auf seine be­treu­ende Auf­gabe kon­zen­trie­ren kann.

­Die Ni­en­bur­ger um Ka­pitän Den­nis Rich­ter ge­hen mit ei­nem stark ver­jüng­ten Team in den Wett­kampf, ge­rade ein­mal sechs be­währte Kräfte sind ge­blie­ben. Die ei­gene Ner­vo­sität gilt es also in den Griff zu be­kom­men, was bei der Ge­ne­ral­probe in Hol­torf am ver­gan­ge­nen Sonn­tag teils nicht ge­lang; die Mann­­schaft be­steht aus zehn Da­­men und acht Her­ren, die im Schnitt ge­rade ein­mal 21 Jahre alt sind.

­Des­halb stan­den in die­ser Wo­che noch­mals zwei sehr in­ten­sive Ü­bungs­ein­hei­ten an. Krü­ger: „Wir sind gut vor­be­rei­tet. Außer­dem wird uns die hel­lere Halle in Kas­sel ent­ge­gen­kom­men. Das große Fi­nale ist un­ser Ziel, ein Muss.“ Bei der neuen Cho­reo­gra­fie, die „Udo Jür­gens“ ab­lös­te, ver­ließ sich der Ver­ein auf die große Er­fah­rung sei­ner in­ter­na­tio­nal er­folg­rei­chen Trai­ne­rin Ariane Schieß­ler.

O­ber­liga La­tein

In Bre­men kommt es am Sonn­tag zum Ni­en­bur­ger Stadt­du­ell zwi­schen dem 1. TSZ und dem TSC Blau-Gold. Be­ginn in der Stadt­halle an der Bür­ger­weide ist mor­gen um 16 Uhr. Neun For­ma­tio­nen tre­ten ge­gen­ein­an­der an.

Nach dem Ab­stieg aus der Re­gio­nal­liga be­fin­det sich das 1. TSZ Ni­en­burg in ei­nem Neu­auf­bau, von den 22 Tän­zern stam­men le­dig­lich noch sechs aus dem al­ten Stamm. Coach Rai­ner Bor­mann gibt sich vor dem Sai­son­start vor­sich­tig und peilt einen Platz im Mit­tel­feld an. Ge­rade die ver­gan­ge­nen vier Wo­chen lie­fen nicht wunsch­gemäß, da sein A-Team we­gen Krank­hei­ten oft nicht in kom­plet­ter Be­set­zung trai­nie­ren konn­te.

­Grundsätz­lich ist der Trai­ner­stab, zu dem auch wie­der Fran­ziska Be­cker gehört, aber mit der Vor­be­rei­tung zu­frie­den. „Es hat sich eine Ein­heit ge­fun­den, in der Po­ten­zial steckt. Es wird aber noch zwei, drei Jahre dau­ern, bis wir da hin­kom­men, wo wir schon ein­mal wa­ren“, sagt Bor­mann. Die TSZ-For­ma­tion um Ka­pitän Pas­cal Kütt­ner star­tet mit „­Crazy in La­tin“ und kehrt zu den Wur­zeln zurück; mit der Cho­reo­gra­fie schaffte es der Ver­ein im Jahr 2007 in die 2. Bun­des­li­ga. Das Pro­gramm mit der wär­me­ren Mu­sik passe zu der ak­tu­el­len jün­ge­ren Be­set­zung, sind sich die Ver­ant­wort­li­chen si­cher. Bei den Kostü­men wurde nur in die Her­ren-Gar­de­robe in­ves­tiert.

Das A-Team des TSC Blau-Gold nahm für seine neue Cho­reo­gra­fie „Chains“ größere Kos­ten in Kauf: Der bis­he­rige Trai­­ner Lars Ban­kert wird von Marc Oli­­ver Liesch un­ter­stützt. Zu­­dem gehört Oli­­ver Ti­en­ken – be­­kannt aus „­­Star Sear­ch“ und „Let‘s Dan­­ce“ – dem Trai­­ner­­stab an­. „Das Ziel ist das große Fi­nale plus x“, sagt Ver­eins­chef Pe­ter Krü­ger. Nach­dem die Ni­en­bur­ger in der Vor­se­rie nur des­halb nicht ab­ge­stie­gen sind, da zwei an­dere Mann­schaf­ten zurück­ge­zo­gen ha­ben, gilt es, „zu be­wei­sen, dass wir zu­recht drin ge­blie­ben sin­d“. Für die­ses Vor­ha­ben sei die For­ma­tion um Ka­pitän Ma­nuel Greve bes­tens vor­be­rei­tet.

Da der TSC Blau-Gold das Auf­stieg­stur­nier der Ober­liga im Mai aus­rich­ten wird, hat Pe­ter Krü­ger einen Wunsch: „Es wäre ein­fach schön, wenn we­nigs­tens eine Ni­en­bur­ger Mann­schaft dann da­bei wäre.“

DIE HARKE vom 14.01.2012 | Ausgabe-Nr. 12