Freude über Rückkehr in die Leintorschule

Lateinformationstanz: Das 1. TSZ Nienburg bedankt sich bei Stadt und Vereinen
Nienburg (bro). Die neue Saison der 2. Bundesliga beginnt für die Lateintanzformation des 1. TSZ Nienburg bereits wieder am nächsten Sonnabend in Karlsruhe, gestern bat der Aufsteiger in der Meerbachhalle gut 200 Freunde und Bekannte zur Generalprobe.
Die bisherige Vorbereitung verlief in der Summe bei allem Stress anständig, der längere krankheitsbedingte Ausfall von Trainer Rainer Bormann musste verkraftet werden. Mit Steffen Fitzpatrick und Anh Duc Nguyen übernahmen zwei erfahrene Kräfte aus den eigenen Reihen die Aufgaben, dazu gab es weltmeisterliche Unterstützung von Uta Deharde und Franziska Becker.
„Die Mannschaft hat sich toll verhalten und teils in Eigenregie einiges auf die Beine gestellt“, freut sich Bormann, der wieder genesen ist. Die Integration der zahlreichen neuen Aktiven des A-Teams sei abgeschlossen, die gemeinsamen Trainingslager hätten viel dazu beigetragen. Das 1. TSZ geht nach dem nachträglichen direkten Wiederaufstieg letztmals mit der Choreografie „Move“ in eine Serie, präsentiert neben den frischen Gesichtern ebenso neue Outfits.
Einen großen Dank richtet Bormann an die Verantwortlichen der Stadt Nienburg, die bei der Renovierung der Halle der Leintorschule auf die Wünsche des Vereins Rücksicht genommen haben. Im Januar werden noch die Spiegelwand und Balletstangen in den oberen Gymnastikraum eingebaut. „Wir sind froh, dass unser Heuschrecken-Dasein der vergangenen eineinhalb Jahre nun beendet ist. Jetzt können wir endlich wieder trainieren, wie es nötig ist“, betont der 45-Jährige. Seit Anfang Dezember bittet er fast täglich in die sanierte Halle.
Im Rückblick hebt der TSZ-Vorsitzende und -Trainer die Unterstützung anderer Vereine wie dem SCB Langendamm, TSV Mühlenfeld und VC Nienburg sowie der Bundeswehr in Langendamm und der örtlichen Schulen hervor.
Erstmals führt das 1. TSZ Nienburg seinen Kartenvorverkauf für die Heimturniere seiner Lateintanzformationen über das Internet durch. Am 20. Februar gastiert die 2. Bundesliga in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen, tags darauf betreten die Teams der Oberliga das Parkett. Wer sich Tickets für eine oder beide Veranstaltungen sichern möchte, besucht dafür die Homepage www.tickets.tsznienburg.de. Es werden verschiedene Sitzkategorien angeboten. Die Preise liegen zwischen 10 und 16 Euro. Der Vorverkauf endet am 2. Februar 2010.

HAMS 03.01.2010

Vorverkauf für Turniere im Internet

1. TSZ  Nienburg richtet eine Seite ein Nienburg(bro).

Erstmals führt das 1. TSZ Nienburg seinen Kartenvorverkauf für die Heimturniere seiner Lateintanzformationen über das Internet durch. Am 20. Februar 2010 gastiert die 2. Bundesliga in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen, tags darauf betreten die Teams der Oberliga das Parkett.
Wer sich Tickets für eine oder beide Veranstaltungen sichern möchte, besucht dafür die Homepage www.tickets.tsznienburg.de. Es werden verschiedene Sitzkategorien angeboten. Die Preise liegen zwischen 10 und 16 Euro, das Geld muss überwiesen werden. Der Vorverkauf endet am 2. Februar 2010.
„Es wäre schön, wenn möglichst viele den Kartenvorverkauf nutzen. Das erleichtert uns die Planung und vermeidet Wartezeiten bei den Turnieren“, sagt TSZ-Vorsitzender und Trainer Rainer Bormann.

DIE HARKE 29.12.2009

Das TSZ steigt nachträglich auf

Lateintanz: Die Nienburger Formation klettert überraschend doch noch in die 2. Bundesliga 12 Nienburg (fan). Roberto Albanese war der erste, der seinem Trainerkollegen Rainer Bormann die noch inoffizielle Info steckte. Und das Telefonat lief ungefähr so: “Rainer, es gibt doch noch so etwas wie Gerechtigkeit – ihr steigt doch noch in die 2. Bundesliga auf.

” – “Du willst mich wohl veräppeln!”

Mitnichten wollte Albanese das. Der ebenso populäre wie erfolgreiche Bremer Trainer, der auch das 1. TSZ Nienburg immer wieder gewinnbringend begleitet, hört in der Tanzsportszene nunmal das Gras wachsen und erfuhr als einer der ersten, dass die Nienburger Lateinformation trotz des Scheiterns beim Aufstiegsturnier im Mai in Nürnberg nun doch noch nachrücken darf. Die Bestätigung erhielt TSZ-Chef und -Trainer Bormann einige Tage später per E-Mail. Bundessportwart Michael Eichler (Frankfurt) sorgte für endgültige Klarheit: Das TSZ tanzt in der Saison 2010 in der 2. Liga!

Doch statt knallender Schampusflaschen herrscht bei Bormann eher ein Zustand der unterkühlten Freude. “Ich hätte mich lieber sportlich qualifiziert”, sagt er. Und blickt noch immer mit einer gewissen Säuerlichkeit zurück nach Nürnberg und der fragwürdigen Wertung, die nur Platz drei beschert hatte. “Wir gewinnen alle fünf Regionalliga-Turniere, gewinnen die Landesmeisterschaft und werden dann in Nürnberg Dritter, obwohl uns alle Seiten bestätigt haben, das wir hätten aufsteigen müssen – das hat immer noch einen bitteren Nachgeschmack.” Nicht zu vergessen: Den Nienburger Party-People wurde ein rauschendes Aufstiegsfest genommen; viele Fans waren damals mitgereist ins Frankenland.

Der nachträgliche Aufstieg der Nienburger hängt mit dem Rückzug des TC Lüdenscheid aus der 1. Bundesliga zusammen. “Trainerin Petra Heiduk hatte offenbar große Probleme, das Team vollzubekommen, auch Fusionen haben offenbar nicht geklappt”, sagt Bormann. Durch den Lüdenscheider Rückzug profitierte zunächst die TSG Bremerhaven, die nachträglich in die Beletage aufstieg. Deren freien Platz in Liga zwei erhielt schließlich das 1. TSZ.

Bereits in den kommenden Wochen beginnt nun die Arbeit, denn nachdem die Nienburger bereits vor zwei Jahren in die 2. Liga aufgestiegen waren und sofort wieder runter mussten, wollen Anh-Duc Nguyen & Co. diesmal unbedingt die Klasse halten. “Wir sind sehr optimistisch”, betont der Coach.

Während das TSZ vor zwei Jahren mit einer neuen Musik an den Start gegangen war, wird diesmal die in Fleisch und Blut übergegangene Choreografie “Move” erneut zum Einsatz kommen. Neu werden allerdings die Kleider sein, die gerade entworfen werden. Bormann: “Wir wollen aggressiver, wollen frecher auftreten.”

Eine feste Trainingsheimat wird es jedoch auch vor der nächsten Saison nicht geben. Wegen Sanierungsmaßnahmen in der Halle der Leintorschule pendeln die Nienburger in den nächsten Monaten weiter zwischen den Hallen in Langendamm (SCB und Bundeswehr), Hagen und dem Saal des “Weserschlösschens”. Dass Bormann erneut personell umbauen muss, schreckt ihn nicht. “Ich kämpfe noch um einige Rückkehrer, wir haben zudem eigenen guten Nachwuchs – aus 30 Leuten werden wir ein Top-Team formen.”

“DIE HARKE” 17.07.2009

TSZ enttäuscht, TSC entfesselt

Tanzen Die Standardformation steigt in die 2. Bundesliga auf, die Lateintänzer scheitern knapp

Nürnberg (fan/her). Enger können Freud und Leid nicht beieinander liegen. Während bei den Standardtänzern des TSC Blau-Gold Nienburg die Freude über den Aufstieg in die 2. Bundesliga keine Grenzen kannte, herrschte bei den Lateintänzern des 1. TSZ Nienburg völlige Niedergeschlagenheit: Sie verpassten den Aufstieg in die 2. Liga um einen Platz.

Beide Tanzformationen waren gemeinsam nach Nürnberg zu den Relegationsturnieren gereist, hatten sich gegenseitig unterstützt, doch jubeln durfte am Ende nur eine.

Latein

Nach dem verpassten Aufstieg machte Rainer Bormann, Trainer und Vorsitzender des 1. TSZ, aus seinem Frust kein Geheimnis: “Ich bin einfach nur mega-enttäuscht.” Besonders deprimierend für ihn war, dass er mit der Leistung seiner Tänzer hochzufrieden war und das Team um Kapitän Pascal Küttner keinen Anlass zur Kritik bot. “Das Team hat einen super Job gemacht.” Bormann fehlte indes jegliches Verständnis für die Entscheidungen der Wertungsrichter (2, 3, 3, 3, 1, 4, 3), die die Nienburger nur auf Platz drei hinter Neuss und Nürnberg gesehen hatten. “Ich verstehe das System nicht mehr”, sagte er, “das ist alles zu hoch für mich.” Die Leistung der Sieger aus Neuss stand für ihn nicht zur Diskussion – wohl aber die Vorstellung der Nürnberger, die sich Platz zwei und somit den zweiten der beiden Aufstiegsplätze sicherten.

Standard

Im dritten Jahr ihres Bestehens klettert die Formation des TSC Blau-Gold in die 2. Bundesliga! Dabei begann der große Tag in Nürnberg eher schockierend. “Nach der Stellprobe waren wir erschrocken”, berichtet Mittänzer und TSC-Chef Peter Krüger. “Viele Fehler, große Nervosität.” Das Team schüttelte die nervliche Anspannung jedoch rechtzeitig aus dem Anzug und bot in der Vorrunde eine hervorragende Leistung. “Die Fans beider Nienburger Klubs haben eine Mörderstimmung erzeugt, das hat uns nach vorn getanzt.” Nach einer halbstündigen Pause stand der Einzug ins große Finale fest, damit war das Primärziel für die Gruppe von Trainerin Ariane Schießler bereits erreicht.

Obwohl der TSC befreit auftanzen durfte, stellte sich nun ein mächtiges Kribbeln ein. Kleines Problem: In der steilen Halle mit hohen Tribünenplätzen mussten die Formationen ungewohnt kräftig die Hälse recken, um halbwegs Blickkontakt zu den Wertungsrichtern herzustellen. Als Vorteil erwies sich die Startfolge: Der TSC durfte als letzte der fünf Final-Formationen aufs Parkett. Krüger: “Hier haben wir uns nochmals gesteigert. Wir haben mit unserer Musik begeistert, haben exakt getanzt und hatten das Publikum auf unserer Seite.”

2, 1, 2, 2, 2, 4, 2 – diese Wertung war gleichbedeutend mit dem größten Erfolg der noch jungen Geschichte dieses Teams. Zwar trübte das Scheitern der TSZ-Lateintänzer die Stimmung im mittlerweile verschmolzenen Nienburger Lager, doch in der Halle und auf der Rückfahrt im Bus wurde kräftig gefeiert. “Bis Kassel haben wir durchgehalten”, erzählte Peter Krüger gestern morgen – noch erschöpft nach einem langen Tag und einer kurzen Nacht. Die große Aufstiegsfeier wird übrigens noch folgen – der Termin steht noch nicht fest.

“Die Harke” 24.05.2009

Während das TSZ chillt, trainiert TSC nochmals

Formationstanz Zwei Nienburger Teams wollen morgen in die 2. Liga

Von Matthias Brosch -Nienburg. Zwei Nienburger Tanzsportformationen schicken sich an, am morgigen Sonnabend in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Die Relegationsturniere Latein mit dem 1. TSZ (ab 17.30 Uhr) und Standard mit dem TSC Blau-Gold (von 16 Uhr an) finden in Nürnberg statt.

Latein: Alle fünf Regionalliga-Turniere des Nordens gewonnen, die Note eins war quasi abonniert – nach einer beeindruckenen Saison strebt das 1. TSZ morgen den direkten Wiederaufstieg an. Für die Nienburger um Kapitän Pascal Küttner ist es bereits das dritte Relegationsturnier dieser Art, dementsprechend routiniert geht es in den Süden der Republik.

Am gestrigen Donnerstag absolvierte das Team in der heimischen Meerbachhalle nochmals eine Abschlusseinheit mit Profitrainerin Uta Deharde, die wegen anderer Verpflichtungen nicht mitfahren kann. Der heutige Anreisetag dient der Entspannung. “Sich am Freitag vor dem Wettkampf auszuruhen, hat sich vor zwei Jahren vor dem Aufstiegsturnier in Oberhausen bewährt. Wie sagt man so schön neudeutsch: Wir chillen”, sagt Vorsitzender und Coach Rainer Bormann. Ihm stehen sämtliche Damen und Herren seiner Formation zur Verfügung. “Alles ist im grünen Bereich, wir sind optimistisch gestimmt.” Die Mannschaft bringe die nötige Konzentration mit, sei austrainiert und voller Selbstbewusstsein.

Als härteste Konkurrenten sieht Bormann die beiden anderen Staffel-Meister: Einmal den Ausrichter aus Nürnberg und dann die TSG Quirinus Neuss, die vor einem Jahr noch in der Oberliga tanzte. Für den angestrebten Aufstieg müssen die Nienburger mit ihrer Choreographie “Move” mindestens den zweiten Platz erreichen. Dabei muss bereits in der Vorrunde Vollgas geben werden, “es gibt keine Möglichkeiten, um zu taktieren”, betont Bormann.

Standard: Der TSC Blau-Gold muss morgen auf Judy Ewert verzichten, die sich bei einem Unfall im Reitstall einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Für sie übernimmt Conny Rimpel, die im Laufe der Saison wieder eingestiegen war und bereits zweimal eingesprungen ist, den Platz an der Seite von Niklas Brandt. “Die Umstellung dürfte kein Problem darstellen”, sagt Mittänzer und Vereinvorsitzender Peter Krüger.

Die Nienburger haben in zwei Trainingslagern viele Stunden an der Genauigkeit und der Exaktheit gearbeitet. Da die Halle in Nürnberg sehr hoch ist, werden die Wertungsrichter einen guten Blick von oben haben, sodass es auf jede Kopf- und Armbewegung ankommen kann. Zwar sei Trainerin Ariane Schießler kaum zufrieden zu stellen, berichtet Krüger, sie hätte die Fortschritte indes gelobt.

Der Regionalligist um Kapitän Hartmut Kloth reist als souveräner Nord-Staffelmeister nach Bayern. Zu den Erfolgsaussichten bremst Krüger zu hohe Erwartungen: “Wir wollen erst einmal das große Finale erreichen. Wenn wir diesen Step geschafft haben, sehen wir weiter.” Die Mannschaft, die ihren bislang größten Erfolg als Staffelmeister sicher hat, wird am heutigen Freitag ihr Übernachtungsquartier in Fürth ansteuern und am Abend noch eine Trainingseinheit zum Thema “Udo Jürgens” einlegen. “Die TSG Fürth stellt uns kostenlos eine Halle zur Verfügung”, bedankt sich der TSC-Vorsitzende, der aus Nienburg größere Schwierigkeiten kennt, um überhaupt eine Hallenzeit zu bekommen.

Um für den möglichen Aufstieg nichts unversucht zu lassen, betreten die Damen das Parkett morgen mit neuen Schuhen und Haarschmuck. Als Favorit sieht Krüger das B-Team vom RC RW Casino Mainz. Aber auch der Gastgeber aus Nürnberg werde sich nicht verstecken.

“Ich hoffe, dass alle Zuschauer aus Nienburg an einem Strang ziehen – an diesem Tag sollte es egal sein, wer zu welchem Verein gehört”, sagt Peter Krüger und fügt hinzu: “Für eine Stadt von unserer Größe ist es doch bemerkenswert, dass zwei Mannschaften auf dieser Ebene mitmischen.”