TSZ muss die Angst vor der Liga ablegen

Latein-Formationstanz: Die Nienburger belegen beim Zweitliga-Auftakt nur den siebten Platz

Nienburg (df). Gestern Morgen um acht Uhr traf der Mannschaftsbus des 1. TSZ wieder in Nienburg ein – mit einem enttäuschten Trainer Rainer Bormann. Die Premiere in der 2. Bundesliga am Sonnabend war nicht so verlaufen, wie es sich der Trainer der Lateintanz-Formation erhofft hatte: Beim Auftakt in Rheinstetten-Mörsch bei Karlsruhe reichte es für die TSZ-Mannschaft nur zu Platz sieben unter acht Teams.

„Unsere Stellprobe zu Beginn war bereits sehr unruhig, uns hat die nötige Konzentration gefehlt“, analysierte Bormann. Die Vorrunde verlief ordentlich, das kleine Finale deutlich besser. Bormann, der von Co-Trainer Steffen Fitzpatrick unterstützt wurde, wäre es umgekehrt lieber gewesen: „Vielleicht wären wir dann ins große Finale gekommen.“

Melanie Höper und Simon Bultmann, die nach einjähriger Pause ihr Comeback feierten, bescheinigte Bormann eine „solide Leistung“. Vor dem Hintergrund der vielen krankheitsbedingten Ausfälle in der Vorbereitung wollte Bormann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Für die nächsten Auftritte wünscht sich der Coach, dass die Mannschaft wieder souveräner tanzt und die Angst vor der neuen Liga ablegt. Den Trainingsschwerpunkt legt er in den nächsten Übungseinheiten auf „Highlights, Emotionen und Bilder“.

Das nächste Zweitliga-Turnier findet am 23. Januar in Backnang statt.

6-2-1-1-3 – das TSZ kann´s nicht verstehen

Lateintanzen: Nienburger Formation verliert die Spitze

Kiel (bro). Dass Wertungsrichter im Tanzsport nicht immer einer Meinung sind, das ist okay. Aber diese Note sechs unter den fünf Urteilen muss der Lateinformation des 1. TSZ Nienburg schon wehgetan haben.

Nicht, weil Pascal Küttner & Co. beim Turnier in Kiel deshalb den ersten Platz in der Regionalliga an das B-Team der TSG Bremerhaven verloren, das wäre wahrscheinlich sowieso passiert. Sondern weil die Einschätzung dieses einen Wertungsrichters aus Berlin schlichtweg ungerechtfertigt war. Oder wie ist die Notenreihe 6-2-1-1-3 ansonsten zu interpretieren?

Ungeachtet dieser Enttäuschung geht es für die Nienburger nach fünf Regionalliga-Turnieren zum zweiten Mal in Folge in die Relegation für die 2. Liga. Am 26. Mai in Oberhausen will das TSZ beweisen, was in ihm steckt und wenigstens den Einzug in das Große Finale schaffen. Wer mitfahren möchte: Karten können bei Melanie Höper unter (0173) 81 56 08 3  bestellt werden.

In Kiel glückte eine Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Turnier in Syke bereits vorzüglich, Trainer Rainer Bormann sprach sogar von einer besseren Leistung als beim gewonnenen Heimauftritt. “Die Mannschaft hat alles richtig gemacht und sich für ihre mühevolle Arbeit belohnt. Wenn das zwei Wertungsrichter anders sehen, können wird das nicht ändern.”

Großes Finale in Kiel: 1. TSG Bremerhaven B 2-1-2-2-1; 2. TSZ Nienburg 6-2-1-1-3; 3. GGC Bremen C 1-3-5-3-4; 4. Latin Team Kiel 5-4-6-4-2; 5. TSA Ahrensburg 3-5-4-6-5; 6. TSC Hansa Syke 4-6-3-5-6.

Regionalliga Nord: 1. Bremerhaven B 9; 2. Nienburg 10; 3. GGC Bremen C; 14; 4. Kiel 19; 5. Syke 24; 6. Ahrensburg 32; 7. GGC Bremen D 35; 8. TSZ BG Bremen B 37; 9. Syke B 45.

DIE HARKE 06.05.2007

Generationswechsel beim 1. TSZ

Von Stine Behrens – Nienburg . Auf den ersten Blick war alles beim Alten bei den Latein-Formationen des 1. TSZ Nienburg. Bei der Generalprobe im engsten Kreis vor Familie und Freunden zeigte das B-Team wie im vergangenen Jahr “Latino del Mundo”, und das A-Team tanzte “Crazy in Latin”.

Outfit und Choreografien blieben also gleich. Doch erst der Blick in die abgeschminkten Gesichter nach dem Duschen verriet: Es hat ein Generationswechsel stattgefunden.

Nienburger Latein-Formationen neu besetzt / Bis 2008 will Trainer Rainer Bormann in die 2. Bundesliga

12Von Stine Behrens – Nienburg . Auf den ersten Blick war alles beim Alten bei den Latein-Formationen des 1. TSZ Nienburg. Bei der Generalprobe im engsten Kreis vor Familie und Freunden zeigte das B-Team wie im vergangenen Jahr “Latino del Mundo”, und das A-Team tanzte “Crazy in Latin”. Outfit und Choreografien blieben also gleich. Doch erst der Blick in die abgeschminkten Gesichter nach dem Duschen verriet: Es hat ein Generationswechsel stattgefunden.

Neun ehemalige B-Team-Tänzer sind in die Regionalliga-Formation gerutscht, das zudem verstärkt wird von den Reaktivierten Tim Schwiderke, Jörg Dicke und Melanie Höper sowie Neuzugang Artiom Saveler. Die just aufgestiegene Oberliga-Mannschaft präsentierte sich sogar mit 13 neuen Tänzern, von denen einige bei der Generalprobe in der Meerbachhalle erstmals vor Publikum auftraten und entsprechend nervös waren. “Trotzdem bin ich im Großen und Ganzen zufrieden”, lobte Trainer Rainer Bormann. Aber: “Sie können mehr – und das werden wir bis zum Saisonstart auch noch aus ihnen herausholen.”as gilt vor allem für das B-Team, das am 11. Februar in Bremerhaven zum Saisonstart antreten wird; in vier Wochen Trainingszeit lässt sich noch einiges verbessern. Das A-Team muss bereits am 29. Januar in Bremen beweisen, ob es den Ansprüchen des Coaches standhält. Zwar gibt er für beide Mannschaften den Liga-Erhalt als Saisonziel aus, das A-Team ist aber schon jetzt erkennbar besser als im vergangenen Jahr. Für den Unterbau gilt: Erfahrungen sammeln, Nervosität ablegen, sich in der Oberliga akklimatisieren. Am 8. und 9. April können beide Mannschaften ihr Können vor einer größeren Nienburger Kulisse beweisen – dann finden die vom TSZ organisierten Turniere statt.

Rainer Bormann freut sich wie jedes Jahr auf die Saison und nimmt die neuen Zusammenstellungen gelassen: “Das ist ganz normal und sogar eine gewollte Entwicklung.” Seinem Vier-Jahres-Plan entsprechend, an dessen Ende in 2008 idealerweise der Aufstieg in die 2. Bundesliga steht, baut er die Tänzer systematisch auf und unterstützt sie dabei, auch bei Einzelturnieren anzutreten, um die tänzerische Qualität zu verbessern. Das Trainingspensum ist entsprechend hoch, was nicht alle Aktiven mit ihrem Job vereinbaren können. Doch Not hatte Bormann nie: Als im vergangenen Jahr einige Leistungsträger durch Verletzungen ausfielen, standen neben den Nachwuchskräften der B-Mannschaft mit Tim Schwiderke, Melanie Höper und Jörg Dicke drei Ehemalige zur Verfügung, die sich schnell überreden ließen, ihren Verein weiter zu unterstützen. “Das ist das Schöne und freut mich sehr: Es gibt kein Konkurrenzdenken. Wir sind wie eine große Familie und alle sind sofort zur Stelle.”

Das neue A-Team: Anh Duc Nguyen/Natascha Bolte, Simon Bultmann/Marianne Popandopulo, Steffen Fitzpatrick/Melanie Höper, Vitali Warkentin/Stephanie Helfrich, Pascal Küttner/Dominika Kaluza, Timo Kuhnt/Julia Meier, Tim Schwiderke/Tina Kunde, Jörg Dicke/Sonja Olschewski, Meike Stadtländer, Anna Jochim, Artiom Saveler, Marc Bußmann.as neue B-Team: Stuart Foster/Elsa Heydel, Thomas Ballmann/Anna Becker, Sören Dietrich/Vivien Lüsert, Stephan Sahr/Dorte Rosenbrock, Steffen Kaatze/Vera Holtus, Christian Hamann/ Anna-Lena Wiegmann, Rouven Dietrich/Doreen Stanicke, Maik Schwiderke/Sahra Rothe, Anne Wischmann, Torben Kuhnt/Lena Butterbrodt.

DIE HARKE 15.01.2006