„Wir haben es selbst vergeigt“

2. Lateintanz-Bundesliga Das 1. TSZ Nienburg kommt auch beim Turnier in Backnang nicht über Platz sieben hinaus Backnang (fan).

Die Lateinformation des 1. TSZ Nienburg tanzt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Stelle. Nach dem ernüchternden siebten Platz beim Auftaktturnier vor zwei Wochen in Rheinstetten-Mörsch gelang nun in Backnang keine Steigerung: Erneut wurde das anvisierte große Finale verpasst, erneut wurde die Leistung des Aufsteigers in die 2. Bundesliga nur mit dem siebten und vorletzten Platz bewertet. „Wir haben es diesmal selbst vergeigt“, gab Trainer Rainer Bormann unumwunden zu. Denn erneut setzten seine Tänzer im Grunde nur 50 Prozent ihres Potenzials um. Während in Rheinstetten-Mörsch die Genauigkeit stimmte, Präsenz und Ausdruck allerdings fehlten, war es diesmal genau umgekehrt. „An der Power und Präsenz haben wir gearbeitet und auch gut abgerufen“, berichtet Bormann, „aber dafür passten diesmal einige Highlights nicht, da fehlte die Konzentration.“

Der Wettkampftag hatte mit reichlich Nervosität begonnen: Lange war fraglich, ob Sonja Olschewski pünktlich in Backnang eintreffen würde. Sie hatte morgens noch eine Prüfung zu schreiben und reiste mit dem Zug hinterher, der sich jedoch zu verspäten drohte. Am Ende traf Olschewski zwar pünktlich ein, doch die Konzentration im Team dürfte gelitten haben. In der Vorrunde erhärtete sich dieser Eindruck, „möglicherweise haben die Neuen im Team auch noch zu großen Respekt vor der 2. Bundesliga“, mutmaßte der Coach. Eine etwas bessere Leistung zeigten die Nienburger im kleinen Finale, doch mehr als Platz sieben rückten die Wertungsrichter nicht heraus. „Im Nachhinein muss man sagen, dass uns weitere vier bis sechs Wochen Vorbereitung gefehlt haben“, bilanzierte Bormann. „Wir müssen nun bis zum nächsten Turnier versuchen, an unserer Multitasking-Fähigkeit zu arbeiten.“ Damit endlich einmal beide Faktoren passen: Präsenz und Power auf der einen, Genauigkeit und Konzentration auf der anderen Seite.

Das dritte von fünf Turnieren findet am 6. Februar in Düsseldorf statt, ehe das TSZ am 20. Februar Heimvorteil genießt.

Das 1. TSZ erhält fünfmal eine Eins

Das 1. TSZ erhält fünfmal eine Eins
Latein-Regionalliga: Zweiter Turniersieg
Oldenburg (bro). Das 1. TSZ Nienburg marschiert mit Riesenschritten der Aufstiegsrunde entgegen: Gestern gelang der Lateintanzformation im zweiten Regionalliga-Turnier in Oldenburg ein überlegener Sieg: Pascal Küttner & Co. erhielten von den Wertungsrichtern fünfmal die Note eins. Damit waren die Zwei und Drei des Saisonauftakts vor zwei Wochen getilgt.
Dabei gingen die Nienburger mit einem unguten Gefühl in den Wettbewerb, da einige Aktive durch Erkältungen gehandikapt waren. „Es war lange unklar, ob wir überhaupt unsere Top-Besetzung aufbieten können, aber wir haben es gewagt“, berichtete Trainer Rainer Bormann, der sich freute, dass die angeschlagenen Elsa Heydel, Sonja Olschewski, Sascha Wetekam und Anh Duc Nguyen durchhielten.
„Es ist unglaublich, mit welcher Disziplin die Mannschaft gearbeitet hat. Alle hören zu und bringen sich produktiv ein“, lobte Bormann den Teamgeist, um sich wie gewohnt noch bei den mitgereisten Schlachtenbummlern zu bedanken. „Sie haben eine super Stimmung gemacht, und auch die anderen in der Halle mitgezogen.“ Jetzt haben die TSZ-Tänzer drei Wochen Zeit, um dann mit frischen Kräften beim Heimturnier aufzutreten.

DIE HARKE 02.02.2009

Das Maß der Dinge in Niedersachsen

Latein-Formationstanz: Das Team von Trainer Rainer Bormann gewinnt in Syke den Landestitel\par12Nienburg (fan). Abstieg aus der 2. Bundesliga hin oder her: Das 1. TSZ Nienburg ist in Niedersachsen das Maß der Dinge im Latein-Formationstanz! Das Team von Trainer Rainer Bormann eroberte bei der erstmals ausgetragenen Landesmeisterschaft in Syke den ersten Platz und nahm außer den goldenen Medaillen einen Ehren- und einen Wanderpokal mit nach Hause. Dabei schien der große Traum vom Titel bereits vor den ersten Takten zu platzen, denn: Sonja Olschewski hatte sich pünktlich zu ihrem 60. Turnierauftritt einen Virus eingefangen, klagte über starke Übelkeit. Schnell war klar: Die Jubilarin würde alle drei Runden niemals durchstehen.

“Also haben wir gezockt”, berichtet Trainer Bormann. “Wir haben die Vorrunde nur mit sieben Paaren getanzt, was eigentlich schon das Aus bedeuten würde.” Doch die Nienburger gaben mächtig Gas, erreichten ganz sicher die Zwischenrunde und nicht minder souverän das Finale der besten neun von ursprünglich zwölf Formationen.

Jetzt stieg auch Olschewski wieder mit ein, meisterte ihren Tanz und trug schließlich ebenso zur glänzenden Darbietung der Mannschaft bei. “Alle haben einen Super-Job gemacht”, lobte Bormann. “Das harte Training in den vergangenen Wochen hat sich ausgezahlt.” Unterstützt wurden die Weserstädter von einer guten Hundertschaft treuer Fans, die die gesamte Halle mit ihrer Laune ansteckten und ein stattliches Scherflein zum Triumph beisteuerten.

Anschließend wurde in Syke bei der After Show-Party ein Stündchen gefeiert, dann ging es jedoch zügig Richtung Heimat. Der Tag in der gefühlt rund 50 Grad heißen Halle hatte die Kraftreserven komplett aufgebraucht. Gefeiert wird ohnehin noch standesgemäß, zunächst die drei TSZ-Mannschaften unter sich, anschließend gemeinsam mit dem großen Anhang.

Übrigens: Ein Fernsehteam von Radio Bremen begleitete die Titelkämpfe und wird voraussichtlich am Mittwoch ab 18 Uhr auf N3 berichten.

DIE HARKE 01.06.2008

Generationswechsel beim 1. TSZ

Von Stine Behrens – Nienburg . Auf den ersten Blick war alles beim Alten bei den Latein-Formationen des 1. TSZ Nienburg. Bei der Generalprobe im engsten Kreis vor Familie und Freunden zeigte das B-Team wie im vergangenen Jahr “Latino del Mundo”, und das A-Team tanzte “Crazy in Latin”.

Outfit und Choreografien blieben also gleich. Doch erst der Blick in die abgeschminkten Gesichter nach dem Duschen verriet: Es hat ein Generationswechsel stattgefunden.

Nienburger Latein-Formationen neu besetzt / Bis 2008 will Trainer Rainer Bormann in die 2. Bundesliga

12Von Stine Behrens – Nienburg . Auf den ersten Blick war alles beim Alten bei den Latein-Formationen des 1. TSZ Nienburg. Bei der Generalprobe im engsten Kreis vor Familie und Freunden zeigte das B-Team wie im vergangenen Jahr “Latino del Mundo”, und das A-Team tanzte “Crazy in Latin”. Outfit und Choreografien blieben also gleich. Doch erst der Blick in die abgeschminkten Gesichter nach dem Duschen verriet: Es hat ein Generationswechsel stattgefunden.

Neun ehemalige B-Team-Tänzer sind in die Regionalliga-Formation gerutscht, das zudem verstärkt wird von den Reaktivierten Tim Schwiderke, Jörg Dicke und Melanie Höper sowie Neuzugang Artiom Saveler. Die just aufgestiegene Oberliga-Mannschaft präsentierte sich sogar mit 13 neuen Tänzern, von denen einige bei der Generalprobe in der Meerbachhalle erstmals vor Publikum auftraten und entsprechend nervös waren. “Trotzdem bin ich im Großen und Ganzen zufrieden”, lobte Trainer Rainer Bormann. Aber: “Sie können mehr – und das werden wir bis zum Saisonstart auch noch aus ihnen herausholen.”as gilt vor allem für das B-Team, das am 11. Februar in Bremerhaven zum Saisonstart antreten wird; in vier Wochen Trainingszeit lässt sich noch einiges verbessern. Das A-Team muss bereits am 29. Januar in Bremen beweisen, ob es den Ansprüchen des Coaches standhält. Zwar gibt er für beide Mannschaften den Liga-Erhalt als Saisonziel aus, das A-Team ist aber schon jetzt erkennbar besser als im vergangenen Jahr. Für den Unterbau gilt: Erfahrungen sammeln, Nervosität ablegen, sich in der Oberliga akklimatisieren. Am 8. und 9. April können beide Mannschaften ihr Können vor einer größeren Nienburger Kulisse beweisen – dann finden die vom TSZ organisierten Turniere statt.

Rainer Bormann freut sich wie jedes Jahr auf die Saison und nimmt die neuen Zusammenstellungen gelassen: “Das ist ganz normal und sogar eine gewollte Entwicklung.” Seinem Vier-Jahres-Plan entsprechend, an dessen Ende in 2008 idealerweise der Aufstieg in die 2. Bundesliga steht, baut er die Tänzer systematisch auf und unterstützt sie dabei, auch bei Einzelturnieren anzutreten, um die tänzerische Qualität zu verbessern. Das Trainingspensum ist entsprechend hoch, was nicht alle Aktiven mit ihrem Job vereinbaren können. Doch Not hatte Bormann nie: Als im vergangenen Jahr einige Leistungsträger durch Verletzungen ausfielen, standen neben den Nachwuchskräften der B-Mannschaft mit Tim Schwiderke, Melanie Höper und Jörg Dicke drei Ehemalige zur Verfügung, die sich schnell überreden ließen, ihren Verein weiter zu unterstützen. “Das ist das Schöne und freut mich sehr: Es gibt kein Konkurrenzdenken. Wir sind wie eine große Familie und alle sind sofort zur Stelle.”

Das neue A-Team: Anh Duc Nguyen/Natascha Bolte, Simon Bultmann/Marianne Popandopulo, Steffen Fitzpatrick/Melanie Höper, Vitali Warkentin/Stephanie Helfrich, Pascal Küttner/Dominika Kaluza, Timo Kuhnt/Julia Meier, Tim Schwiderke/Tina Kunde, Jörg Dicke/Sonja Olschewski, Meike Stadtländer, Anna Jochim, Artiom Saveler, Marc Bußmann.as neue B-Team: Stuart Foster/Elsa Heydel, Thomas Ballmann/Anna Becker, Sören Dietrich/Vivien Lüsert, Stephan Sahr/Dorte Rosenbrock, Steffen Kaatze/Vera Holtus, Christian Hamann/ Anna-Lena Wiegmann, Rouven Dietrich/Doreen Stanicke, Maik Schwiderke/Sahra Rothe, Anne Wischmann, Torben Kuhnt/Lena Butterbrodt.

DIE HARKE 15.01.2006